Der Red Dress Day ist ein nationaler Tag des Bewusstseins für vermisste und ermordete indigene Frauen. Es ist eine visuelle Darstellung von Schmerz und Verlust und wird jährlich im Mai gefeiert.
Ursprünglich von der Künstlerin Carolyn Black ins Leben gerufen, entwickelte sich das Projekt zu einer Bewegung. Das REDress-Projekt wurde zu einer künstlerischen Plattform für gefährdete Frauen. Heute ist das rote Kleid in verschiedene Städte in ganz Nordamerika gereist.
Rote Kleider sind zu einem starken Symbol der Solidarität und des Mitgefühls für Menschen mit HIV/AIDS geworden. Sie werden auch verwendet, um die Geister vermisster indigener Frauen zurückzurufen.
Der Red Dress Day ist eine Basisbewegung in ganz Nordamerika. Es ist an der Zeit, den Opfern von Gewalt gegen indigene Frauen zu gedenken und das Bewusstsein für die anhaltenden Forderungen nach Gerechtigkeit zu schärfen.
Der Red Dress Day ist auch eine Gelegenheit für Kanadier, auf geschlechtsspezifische Verbrechen gegen Frauen aufmerksam zu machen. CVS Health und Tito’s Vodka sind zwei der nationalen Sponsoren von Go Red for Women. Während der Spendensaison verdoppelt Tito’s Vodka die Spendensumme für die Veranstaltung.
Für den ersten Red Dress Day wurden 600 von der Community gespendete rote Kleider an öffentlichen Orten in Kanada platziert. Jetzt, am Red Dress Day, ist die Teilnehmerzahl gewachsen. In ganz Nordamerika hängen Menschen rote Kleider in privaten und öffentlichen Bereichen auf.
Als sartoriales Statement fallen rote Kleider im industriellen Umfeld auf. Jedes Jahr wird ein neues rotes Kleid enthüllt. Neben der Sensibilisierung dienen diese Kleider als visuelle Erinnerung an die Epidemie der Gewalt gegen indigene Frauen.
